Open Mobility Lab der Ostfalia Wolfenbüttel

Neubau einer Forschungseinrichtung für die Fahrzeugtechnik

new research center for vehicle engineering

Der Neubau des »Open Mobility Lab« ist ein Forschungsgebäude der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Hier werden neuartige Mobilitätskonzepte erforscht und die elektromagnetische Verträglichkeit in einem physikalischen Großlabor getestet. Dafür gibt es im Erdgeschoss eine Fahrzeughalle mit Kranbahn und verschiedenen Prüf- und Messeinrichtungen sowie Simulatoren und Büroräume im Obergeschoss. Das ebenerdige Gebäude ist ca. 25 x 26 m groß und wird in Massivbauweise teilweise mit Spannbetondecken ausgeführt.

Um die Versorgung der Schnellladesäulen zu gewährleisten und die Versuchsanlagen mit Netzrückwirkungen vom normalen Stromnetz zu trennen, wird eine neue Trafostation mit 2 unabhängigen Transformatoren errichtet. Für Sonderfälle wird die Möglichkeit vorgesehen, beide Trafos parallelzuschalten, als auch beide Netze an einen Trafo zu koppeln.

Die Wärmeerzeugung erfolgt über ein bivalentes System, bestehend aus einer Gas-Wärmepumpe und / unterstützt durch einem Gas-Brennwertkessel. Die Beladung des Pufferspeichers erfolgt grundsätzlich zunächst über die Wärmepumpe. Der Kessel dient zum Ausgleich der außentemperaturabhängigen Leistung der Wärmepumpe. Zur Beheizung des Erdgeschosses werden weitestgehend Deckenstrahlplatten eingesetzt, ansonsten kommen Röhrenradiatoren zum Einsatz.

Alle innenliegenden Räume werden über eine Zu-/Abluftanlage mit Frischluft versorgt. Einzelne Laboranlagen sind mit eigenen Abluftanlagen ausgestattet, deren Kanäle ins Freie abgeführt werden. Der EDV-Raum erhält eine Klima-Split-Kühlung.

Zum Schutz der hochwertigen technischen Versuchsausstattung wird das Gebäude mit einer Blitzschutzanlage der Klasse III ausgestattet.

Für normgerechte Störfestigkeitsprüfungen und Emissionsmessungen wird eine EMV-Absorberkammer (Fully Anechoic Chamber) gemäß EN (IEC) 61000-4-22 installiert, die an allen Umfassungsflächen mit Ferritelementen bestückt ist, um akustische und elektromagnetische Wellen zu absorbieren.

Die Steuerung der einzelnen Geräte wird mit der vorhandenen Gebäudeleittechnik vernetzt.